Die Inseln im Tegeler See

Besonders interessant ist der Tegeler See aufgrund der sieben kleinen Inseln, die nur über den Wasserweg erreichbar sind. Manche Inseln betreiben eigene Fähren, manche erreicht man nur mit einem eigenen Boot. Der Besucher wird mit malerischen Uferblicken und dem Gefühl der Abgeschiedenheit belohnt. Dieser Idylle können auch die Flieger vom nahe gelegenen Flughafen Tegel nichts anhaben.

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Viele Inseln dienen als Wochenendhaus-Siedlung und sind mit Lauben bebaut. Je nachdem auf welche Insel man sich begibt, trifft der Begriff Lauben es nicht ganz. Auf Valentinswerder, zum Beispiel, stehen mitunter Design-Wochenendhäuser und Ferienvillen. Daneben gibt es aber auch einen Wagenplatz.

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Wochenendhaus auf Valentinswerder, Hütten & Paläste Architekten

Wenn man den Ausflug nach Reinickendorf unter der Woche antritt, dann kommt sogar ein bisschen Robinson-Crusoe-Feeling auf, da  dann lediglich ein paar Dauerbewohner anzutreffen sind. Allerdings herrscht dagegen am Wochenende reges Treiben.

Meine Begegnungen mit den Insulanern waren sehr positiv, nur ist gerade auch noch nicht Hauptbadesaison (Mai). Wenn man sich dann nicht an die „Schwimmen- / Mit Booten anfahren- / Steg betreten verboten“-Schilder hält, kann ich mir vorstellen, dass das auch mal anders sein könnte :-).

Es gibt zumeist keinen Stromanschluss, nur Valentinswerder stellt hier wieder die Ausnahme, denn seit 2008 gibt es dank einem Kabel unter der Havel jetzt Strom aus der Steckdose. Wasser kommt aus dem Brunnen und Strom bei den restlichen Inseln über Solar-Panels oder aus dem Aggregat. Gekocht wird meist mit Propangas und die Materialien zum Laubenbau werden mit privaten Booten angeschifft.


Valentinswerder

Die Insel Valentinswerder befindet sich in Privatbesitz. Hier gibt es ca. 120 Wochenendgrundstücke, die an Privatleute verpachtet sind. Ein paar wohnen hier im Sommer sogar dauerhaft. Besucher sind willkommen und gelangen seit April 2014 wieder mit der Fähre Odin I hierher. Die Fähre verkehrt am Wochenende und an Feiertagen, Details gibt’s auf dieser Website. Ein Ticket für Hin- & Rückfahrt kostet 3 EUR pro Person.

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Blick von der Fähre Richtung Anlegestelle Tegelort (rechts) und Anlegestelle Spandau-Hakenfelde (links)

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14 Hektar Atempause from Julian Moskal on Vimeo.

Reiswerder

Reiswerder befindet sich im Eigentum des Bezirks Reinickendorf und ist an einen Kleingartenverein verpachtet. Ca. 120 Wochenendgrundstücke sind hier an Insulaner vergeben. Im Sommer verkehrt eine Fähre die ganze Woche über. Schwimmen ist hier den Vereinsmitglieder vorbehalten. Es gibt eine Kneipe, die „Inselbaude“, wo man kleine Gerichte und etwas zu trinken bekommt. Es gibt eine Laube für Gäste, die für 5 EUR pro Nacht an Naturfreunde vermietet wird. Mehr Details gibt es auf der Webseite des Kleingartenvereins.

Weitere Infos:

Auf der Insel Reiswerder urlauben Jung und Alt gemeinsam (Berliner Morgenpost, Juli 2013)

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Maienwerder

Die Insel gehört 10 privaten Eigentümern und es gibt ca. 100 Wochenendgrundstücke. Aktuell wird Maienwerder leider von keiner Fähre angefahren – aber es lohnt sich auf jeden Fall rüberzuschwimmen und die Insel zu erkunden!

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Blick von Valentinswerder auf Maienwerder

 

Scharfenberg, Baumwerder, Lindwerder & Hasselwerder

Das sind die Namen der restlichen Inseln im Tegeler See. Scharfenberg ist eine Schul- und Internatsinsel, die über eigene Schulfähre erreichbar ist. Hier gibt es ganz normal Strom aus der Steckdose, anders kann man sich den Betrieb eines Internats auch nur schwer vorstellen. Baumwerder darf nicht betreten werden, sie dient ausschließlich der Trinkwassergewinnung. Lindwerder befindet sich in Vereinsbesitz, es gibt keine Fähre und man stößt auf befestigte Dauer-Campingplätze. Auf Hasselwerder findet man ebenfalls verpachtete Wochenendgrundstücke.

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Blick auf Baumwerder